Schnupperrudern beim RGF – Ein Wochenende voller neuer Erfahrungen

Vom 8. bis 10. Mai 2026 war es endlich so weit: Eine Gruppe interessierter Erwachsener, die einen Einblick in den Rudersport gewinnen wollte, war zu Gast beim RGF.

Am Freitagnachmittag wurden wir herzlich empfangen. Mit viel Geduld und Optimismus führten uns die erfahrenen Rudernden und Trainer*innen an unsere erste Begegnung mit dem Rudersport heran. Zunächst gab es eine kurze Einführung in die Bootskunde. Welche Ruderboote gibt es eigentlich? Was sind Dollen und Skulls? Und was hat es mit dem Rollbrett auf sich?Anschließend konnten wir die Rudertechnik auf dem Ergometer ausprobieren. Arme lang, erst über die Knie, dann die Beine – oder war es doch andersherum? Kaum hatten wir die vielen neuen Eindrücke verarbeitet, ging es bereits zur Trockenübung auf die Wiese. In einem aufgesägten Ruderboot konnten wir mit viel Spaß die erlernte Technik festigen – oder auch feststellen, dass die Bewegungsabläufe doch ganz schön anspruchsvoll sind.

Gerade die absoluten Neulinge unter uns hatten noch Schwierigkeiten, sich vorzustellen, wie das Ganze später auf dem Wasser funktionieren sollte. Da das Wetter stabil blieb, sollten wir es aber schon bald selbst erleben. Die Mannschaften wurden eingeteilt, die Boote vorbereitet, und dann hieß es: „Mannschaft – stößt ab!“Mit einer großen Portion Aufregung an Bord und einer wirklich großartigen, geduldigen Begleitung wurden wir entsprechend unserer Fähigkeiten angeleitet. Schon bald durften wir erleben, wie schön es sich anfühlt, wenn ein Boot ruhig über den Kanal gleitet. Als die Boote schließlich wieder anlegten, waren wir wohl alle ziemlich zufrieden mit unserer Leistung an diesem ersten Tag.

Den gelungenen Abschluss bildeten ein hervorragendes Abendessen und viele nette Gespräche in geselliger Runde. Deshalb war es kaum überraschend, dass am nächsten Morgen alle pünktlich und mit deutlich mehr Zuversicht wieder bereitstanden.

Am Samstag durften wir direkt zweimal aufs Wasser. Nach einer schönen Ausfahrt am Vormittag, bei der wir unsere Bewegungsabläufe weiter festigen konnten, erwartete uns ein köstliches Mittagessen. Dank des weiterhin guten Wetters konnten wir draußen essen und dabei die besondere Atmosphäre auf dem Vereinsgelände genießen. Außerdem lauschten wir zahlreichen lustigen und spannenden Ruderanekdoten. Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es noch einmal in die Boote. Erneut fuhren wir über den Kanal, und es war kaum zu glauben: Alle konnten Fortschritte verbuchen. Die Bewegungen wurden sicherer, die Abläufe vertrauter, und langsam blieb sogar Zeit, den Blick schweifen zu lassen und die Umgebung zu genießen.

Mit kleinen Blasen an den Händen, leicht schmerzenden Oberschenkeln und müden Muskeln, aber vor allem zufrieden und stolz, traten wir am Abend den Heimweg an.

Der letzte Tag sollte noch einmal etwas ganz Besonderes werden. Eine gemeinsame Ausfahrt mit Picknick stand auf dem Programm. Das Wetter meinte es zum Abschluss besonders gut mit uns. Ausgestattet mit vielen leckeren Speisen und begleitet von zahlreichen engagierten Vereinsmitgliedern ging es erneut aufs Wasser. Nach etwa sechs Kilometern legten wir an und genossen die gemeinsame Zeit bei einem Picknick am Ufer. Anschließend hieß es ein letztes Mal für dieses Wochenende: ab in die Boote.

Für die meisten von uns wird es jedoch nicht das letzte Mal gewesen sein. Die Mitglieder, Helferinnen, Organisatorinnen und Trainer*innen haben dieses Wochenende mit so viel Engagement, Freude und Geduld gestaltet, dass ihre Begeisterung für den Rudersport einfach ansteckend war.

Vielen Dank dafür! (Silke Lahmann)

Oder, um es mit den Worten von Wilhelm Busch zu sagen:

„Es ist ein lobenswerter Brauch: Wer Gutes bekommt, der bedankt sich auch!“