Am Samstag den 01.08.2026 traf sich die diesjährige Sommerlagergruppe im Verein zum Aufladen der Boote und allem anderen, was wir für unser Zusammenleben für die folgende Woche benötigten. Nach dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ war dies dank der tatkräftigen Unterstützung schnell erledigt und während sich andere voller Freude wieder auf den Heimweg begaben, um die letzte Nacht im eigenen wärmen Bett zu genießen, konnte das erste Küchenteam mit dezimierter Küchenausstattung, da diese zum Teil bereits verladen war, eine sehr unsalzige Bolognese zaubern.
Am nächsten morgen hieß es dann: Abfahrt! Für vier sehr motivierte Seelen bedeutete dies: Morgens um 06:30Uhr mit voller Rennradausstattung vor dem Bahnhof in Lehrte sich nach Osnabrück zu begeben, um von dort 230km zu unserem Campingplatz zu radeln. Während die vier sich durch das Teutoburger Land und die Straßen Hollands quälten (teilweise zumindest; für andere war es eher eine entspannte Ausfahrt), erreichte der Rest gegen frühen Nachmittag das Ziel und begann sofort mit dem Aufbau unseres Camps. Mit der Ankunft der Radfahrenden ging dann die erste warme Mahlzeit in ihre Startlöcher: Nudeln mit nachgesalzener Bolognese.
Die darauffolgenden Tage waren durch viel Bewegung, Spiel und Spaß geprägt. Nachdem morgens bereits gegen 07Uhr die ersten Seelen (oft auf der Suche nach Kaffee) über den Platz geisterten, gab es gegen 08:30Uhr Frühstück; wahlweise nach niederländischer Art mit Hagelslag verschiedenster Sorten. Gestärkt ging es danach dann flott an und in die Bote. Bei den Wanderfahrten an den ersten drei Tagen in bunt durchmischter Bootsbesetzung erkundeten wir die Gewässer Hollands. Das ideale Wetter spielte uns dabei meistens in die Karten. In den Mittagspausen stärkten wir uns mit ganz viel Obst und Gemüse und belegten Brötchen. Und während manche auch den taktischen Mittagsschlaf einlegten, kühlten sich andere im Wasser ab. Nach dieser Stärkung ging es dann mit gesammelten Kräften weiter wieder in Richtung Campingplatz. Dort angekommen begann dann das Freizeitprogramm. Hoch im Kurs standen Badminton, Gesellschaftsspiele und Schlamm- und Wasserschlachten im See. Abends kreierten die Kochteams jeden Tag verschiedene Köstlichkeiten wie beispielsweise Chilli sin Carne oder Gnocchi Eintopf. Dazu gab es zusätzlich oft noch Beilagen wie Salat und selbst für Nachttisch war gesorgt. Der wahre Camping-Luxus! Die Tage wurden dann beim Plaudern und Spielen und einem parallelen Boots- und Routenplannungsteam am Abend ausgeklungen.
Nachdem es am Mittwoch bereits bei starken Wind durch die Kanäle der nicht weit entfernten Stadt Sneek ging, führte uns unser Pausentag am Donnerstag dann ans Festland Sneeks. Die Altstadt mit dem „Waterpoort“, das zentrale Wahrzeichen von Sneek, war das Ziel. Hier formten sich Grüppchen mit verschiedenen Interessen. Während einige Mutige sich auf die Fahrgeschäfte eines Jahrmarktes in bis zu 70 Meter Höhe begaben, genossen andere lieber in Ruhe ihr Fish and Chips und den Cappuccino oder genossen ein Orgelkonzert in einer der Kirchen. Ein sehr gelungener Ausflug, besonders zur Vermeidung des Lagerkollers.
Freitag ging es dann wieder aufs Wasser und Samstag sogar mit einer Besonderheit: es war Wunschboottag. Also wurden Freitagabend alle übrig gebliebenen Kräfte mobilisiert, um die perfekte Besetzung für unseren letzten Rudertag auszuknobeln. Und dieser war voller Erfolg. Wir ruderten Richtung Süden nach Lemmer und erkundeten die Stadt durch die Kanäle, wo es uns auch unter die ein oder andere sehr niedrige Brücke führte. Unsere Mittagspause lokalisierten wir diesmal an einem Deich, wodurch es einigen möglich war, sogar einmal in das IJsselmeer zu springen. Nach unserer Heimkehr hieß es dann wieder „Hänger verladen“.
Sonntag ging es dann sonnengeküsst, mit vielen tollen Erinnerungen und voller Vorfreude auf Privatsphäre, die besonders bei Teilnehmenden des Großzeltes präsent war, wo einigen der erholsame Schlaf durch Schnarcherei nicht vergönnt war, nach Hause. Nach dem Frühstück wurde schnell alles zusammengepackt, verladen und die Autos besetzt. Angekommen im Verein luden wir alles wieder ab und nach und nach trennten sich unsere Wege. Die gesamte Woche in der Gemeinschaft war ein voller Erfolg. Ein großes Dankeschön geht an das Orga-Team des Sommerlagers, die das alles für uns auf die Beine gestellt haben!
Bericht: Pauline Offe






