Rekordverdächtige fünf Boote brachte in diesem Jahr der RGF auf den Rhein. Das Meldefeld war wieder auf 170 Boote begrenzt worden.
Die Jüngsten, die B-Juniorinnen, waren mit Platz 1 erfolgreichstes Boot. Im Großen Bären starteten Lene Rathmann, Ilvy Schülke, Tilda Schülke, Inga Wiekenberg und Stf. Pia Klopp und sie benötigten 02:53:04 Stunden. Sie gewannen ihr Rennen gegen Düsseldorf und waren sogar schneller als sämtliche A-Juniorinnen.

Beim Mixed-Doppelvierer der offenen Klasse waren die Plätze 2 und 3 erreicht worden. Platz 2 belegte die Donna Clara mit Svea De Haan, Michael Kaufhold, Lara Klopp, Noah Klopp und Stf. Lena Witte in einer Zeit von 02:35:56 Stunden. Den dritten Platz errang die Havemann mit Finja Kotter, Malte Kotter, Finnja Meyfeld, Finn Müller (Hildesheimer RC) und Stm. Sean Hempel in 02:40:47 Stunden.

Zwei siebte Plätze belegten die Boote Mamma Fittig in der Klasse Männer MDA 43 mit Ronald Hansen, Ilka Klopp, Denis Pieper, Christian Schulze und Stm. Levi Klopp in einer Zeit von 02:38:25 Stunden und Tante Trine in der Klasse Mixed-Doppelvierer MDA 60 mit Rüdiger Halupczok, Uta Halupczok, Lutz Kotter, Silvia Kotter und Stm. Lennart Spiegel in einer Zeit von 02:54:17 Stunden.
Insgesamt waren die Zeiten ca. 15 Minuten langsamer als in den Vorjahren, aber dafür fuhren kaum Schiffe und es gab kaum Wind. Man hätte in den C-Booten auch ohne Abdeckungen und Abklebung fahren können. Die Organisation des RC Germania Düsseldorf war erstklassig; der Verein hatte auch kräftige Helfer zum Hochtragen organisiert. Auch den Helfern vom RTHC Leverkusen gilt der Dank!
Text: Rüdiger Halupczok / Fotos: Rüdiger Halupczok und Detlev Seib (mein ruderbild.de)

Der Rheinpegel in Köln lag bei der Veranstaltung bei 45 cm. An jedem Ufer war der Fluss deshalb 15 Meter schmaler. Es blieb aber dennoch eine Breite von 100 Metern bestehen.

Die Boote wurden traditionell mit Abdeckungen und Pumpen versehen – In diesem Jahr war es nicht notwendig.

Das Masters-Mixed-Boot kommt wegen der frühen Startzeit als erstes ins Ziel.

Die Männer MDA 43 kommen ins Ziel.


Auch die B-Juniorinnen haben es mit Bravour geschafft!

Die Renngemeinschaft RGF Lehrte/Sehnde – Hildesheimer RC ist im Ziel noch gut beieinander!

Die beiden Boote der offenen Mixed-Wertung auf Platz 2 und Platz 3. Drei der vier Frauen haben sich so verausgabt, dass der Sanitätsdienst hinzugezogen werden musste.


Hier eine Studie der B-Juniorinnen beim Zieleinlauf. Detlev Seib hatte seine Freude an der einzigen richtigen Welle.
Es folgt hier noch der Text von der Homepage des RC Germania Düsseldorf:
Ein Fest für das Langstreckenrudern – Der 55. Rheinmarathon auf der Strecke zwischen Leverkusen und Düsseldorf-Hamm war am 3. Oktober wieder ein großes Fest des Langstreckenruderns. Mit knapp 900 Ruderinnen und Ruderern aus sieben Nationen stellte die Veranstaltung erneut ihre große Internationalität unter Beweis. Für die Teilnahme hatten 170 Mannschaften aus 38 Vereinen gemeldet, zusätzlich gab es 38 Renngemeinschaften. Das schnellste Boot stellte in diesem Jahr die Renngemeinschaft Clever Ruder Club, Kölner Club für Wassersport, Neuwieder Ruder Gesellschaft 1883, Post-Sportverein Koblenz und Ruderclub Kleinmachnow Stahnsdorf-Teltow mit einer Zeit von 2:23:59 Stunden.
Nach 55 Austragungen glaubten die Organisatoren des Rheinmarathons vom Ruderclub Germania Düsseldorf 1904 e.V. bereits jede denkbare Geschichte rund um ihre Veranstaltung erlebt zu haben. Doch am 3. Oktober 2026 kam ein neues Kapitel hinzu: Der Rhein erreichte einen bislang für den Oktober unbekannten Niedrigwasserstand. Der Düsseldorfer Pegel sank an diesem Tag auf 0 Zentimeter. Für die Berufsschifffahrt auf Deutschlands größtem Strom kommt diese Lage seit Wochen einer Katastrophe nahe, für die 170 gestarteten Ruderboote erwies sie sich dagegen als glücklicher Umstand: Die Ruderinnen und Ruderer hatten den Fluss nahezu für sich allein und erlebten fast ausschließlich spiegelglattes Wasser. Zwar war die Fahrrinne erheblich geschrumpft, doch durch die nur wenigen vorbeifahrenden Schiffe gab es kaum Beeinträchtigungen.
Dafür fehlte den Booten aber der zusätzliche „Schub“, der auf die deutlich schwächere Strömung zurückzuführen war. Das wirkte sich erwartungsgemäß auf die Zeiten auf der 42,8 Kilometer langen Marathonstrecke aus: Im Durchschnitt lagen sie um rund 20 Minuten höher. Daher blieb die 2024 vom Vierer des Stuttgart-Cannstatter Ruderclubs von 1910 aufgestellte Rekordzeit von 1:59,20 Stunden unerreicht. In diesem Jahr belegte dieses Team Rang zwei mit einer Zeit von 2:24,56 Stunden.
Für die ausländischen Teilnehmer, darunter Ruderinnen und Ruderer aus England, Irland, Frankreich, Schweden, Niederlande, Türkei und Schottland sowie zahlreichen Vereinen aus ganz Deutschland wurde der Rheinmarathon erneut zu einem Leckerbissen des Langstreckenruderns. Schönes Sonnenwetter und nur äußerst wenig Wind ließen die kräftezehrenden Anstrengungen und häufigen Blasen an den Händen im Ziel schnell vergessen. Alle, die im vergangenen Jahr an dem unablässig blasenden Wind schier zu verzweifeln drohten, waren in diesem Jahr wieder am Start.
Der veranstaltende Ruderclub Germania Düsseldorf stemmte erneut ein großes Unterstützungspensum. So galt es allein mehr als 20 Steuerleute für die rheinfernen Teams zu bestellen. In einer Reihe von Bustransporten wurden hunderte Teilnehmer von Düsseldorf zum Start in Leverkusen transportiert. Eine große Unterstützung leistete auch der RTHC Bayer Leverkusen. Auf seinem Geländer lagerten die Boote aller Teilnehmer und mit großer Präzision wurde dafür gesorgt, dass der Start und der Transport der Boote zum Steg am Rhein in kurzen Abständen gewährleistet wurde.
