Wanderfahrt auf der Lahn

Die Lahn ist ein idealer Wanderfahrtsfluss. Dennoch waren erst zwei RGFler auf der Lahn: Uta und Rüdiger! Liegt es am langen Anfahrtsweg oder an den zahlreichen Schleusen? Deshalb sollte es in diesem Jahr an die Lahn gehen. Ganze elf RGFler und Berthold aus Hildesheim wagten sich am 11.09. auf den Weg nach Wetzlar, wo der Start an der Festwiese erfolgte. Zwei Zweier und ein Holzvierer versuchten die Strecke zu bewältigen, obwohl der Pegel Laun nur 126 cm anzeigte – ein guter Verlauf wird laut Wahrsager ab 139 cm prognostiziert. Also gab es viele Flachstellen und Stromschnellen. Am Ende hatte der Holzvierer keinen Kratzer abbekommen.

Die erste Tagesetappe führte von Wetzlar bis Weilburg, wo der dortige Ruderverein sein Bootshaus als Domizil für LuMa-Übernachtungen anbot. Ein abendlicher Spaziergang führte am Wehr und der alten Steinbrücke vorbei in die Altstadt mit dem Schloss. Ein Besuch beim Griechen begann draußen auf dem Marktplatz und endete aus Gründen der Helligkeit im Wirtshaus. Jeder sollte satt geworden sein.

Am nächsten Morgen gab es Frühstück vor dem Bootshaus und bereits nach 200 m stand das Highlight der Reise an: Rudern im Tunnel tief unter der Altstadt und anschließender Doppelschleuse. Weitere Selbstbedienungsschleusen sollten folgen und von dem jeweiligen Freiwilligen ein hohes Maß an Kurbelkraft fordern. Am Ende des Tages legten wir beim Limburger RV an, in unmittelbarer Nähe zum Dom. Nach einem Essen an der Wassermühle in Limburg ging es zum Schlafen nach Balduinstein. Im Frühstücksraum gab es am Abend noch einen kleinen Umtrunk zu Ehren von Ralfs Geburtstag.

Während es an den ersten beiden Tagen Stromschnellen und Selbstbedienungsschleusen gab, bot die letzte Etappe bis Laurenburg professionelle Schleusen und einige Sportboote, die von den konstanten Wasserständen profitierten. In Laurenburg wurden die Boote gerade noch rechtzeitig vor dem Unwetter abgeriggert und verladen. Holger bekam als einziger seine Lahntaufe, aber das ist eine andere Geschichte. Ein letztes Picknick unter der Straßenbrücke stärkte die Mitfahrer für die regenreiche Rückfahrt. Es gab so viel Regen, dass der Pegel sogar auf 165 cm stieg, was uns jetzt aber nichts mehr nutzte!

Text: Rüdiger Halupczok / Fotos: Teilnehmer

Voller Optimismus beim Start in Wetzlar.

Warten auf die Schleusung!

Dreizehn Schleusen mussten bewältigt werden. Die meisten mit Selbstbedienung!

Ausreichend Platz in der Schleuse!

Oft ein naturnaher Flusslauf – sehr idyllisch!

Der Wasserstand könnte höher sein! Aber es ging ohne Bootschäden ab.

Ein kurzes Picknick bei der Ankunft in Weilburg – es gibt Apfelkuchen.

Alle freuen sich auf ein leckeres Abendessen.

Das Weilburger Schloss auf dem Rückweg!

Vor dem Start: Vorschriftsmäßig mit Rettungswesten!

Ablegen in Weilburg!

Das dunkle Hightlight: Der Tunnel in Weilburg

Anlegen zur Pause bei der Kanustation!

Fahrtenleiter Rüdiger freut sich, dass das Boot nach den Stromschnellen noch heile ist!

Hohe Felsen – fast schon so etwas wie ein Lahndurchbruch!

Der Limburger Dom in unmittelbarer Nähe zum Ruderverein.

In der Schleuse Limburg: Auf geht es zur letzten Etappe!