Schon am frühen Morgen des verlängerten Wochenendes Anfang Mai lag Vorfreude in der Luft: Zwölf Ruderinnen und Ruderer machten sich auf den Weg nach Hann. Münden, bereit für eine besondere Weserwanderfahrt. Und die Bedingungen hätten kaum besser sein können, strahlender Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen und eine Weser, die mit idealer Strömung lockte.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden des Wesermarathons wurde der Bootstransport organisiert – effizient und unkompliziert. In Hann. Münden angekommen, herrschte direkt geschäftiges Treiben: Es wurden sowohl die Marathon-Boote abgeladen, wo später noch die Teilnehmer nachkamen, aber auch die eigenen. Wir begannen unsere eigenen Boote aufzuriggen. Wenig später glitten Muddebutz, Moritz und Tante Trine bereits über das Wasser und mit ihnen eine bestens gelaunte Truppe, die das lange Wochenende in vollen Zügen genießen wollte.
Die Weser zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Sanft getragen von der Strömung zog die Landschaft vorbei, und entlang der Ufer bot sich ein lebendiges Frühlingspanorama: Gänseküken tapselten durchs Gras, Lämmer sprangen über die Wiesen, und neugierige Kälber beobachteten das Geschehen. Momente, die zum Innehalten einladen…wären da nicht gelegentlich die Motorboote gewesen, die an diesem langen Wochenende ebenfalls ihren Weg aufs Wasser gefunden hatten.
Zur Mittagszeit legten wir beim WSV Beverungen an. Schon hier war die besondere Atmosphäre des bevorstehenden Wesermarathons spürbar. Geschäftiges Treiben, letzte Vorbereitungen und überall Wohnmobile, soweit das Auge reichte. Es schien, als hätte sich die gesamte Szene an diesem Wochenende entlang der Weser versammelt.
Frisch gestärkt ging es weiter Richtung Holzminden. Vorbei an Höxter und den Spuren der längst vergangenen Landesgartenschau erreichten wir schließlich unser Tagesziel, wo wir bereits herzlich empfangen wurden. Nach einer kurzen Verschnaufpause – Luftmatratzen aufblasen, duschen, ankommen – wartete am Abend ein kulinarisches Highlight: Tapas im „TapaLoca“. Die bunt gemischten Platten waren nicht nur ein Genuss fürs Auge, sondern auch für den Gaumen und sorgten für beste Stimmung am Tisch.
Der Tag klang so aus, wie man es sich für einen perfekten Frühsommerabend wünscht: ein Eis auf die Hand, milde Temperaturen und schließlich ein Glas Wein auf dem Balkon. Gespräche, Lachen, gemeinsames Zurückblicken. Genau diese Momente machen solche Fahrten unvergesslich.
Am Sonntagmorgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück zurück aufs Wasser. Noch einmal die Ruhe des Flusses genießen, noch einmal die besondere Stimmung aufnehmen. Vorbei an der Fähre in Polle und dem Grohnder Fährhaus näherten wir uns schließlich Hameln. Dort wartete der letzte Programmpunkt: Boote reinigen, verladen und dann eine wohlverdiente Pause, bevor wir uns auf den Weg Richtung Heimat machten. Der Bootsanhänger blieb stehen, den brachten später die Marathonruderer mit zurück.
Zurück bleibt ein Wochenende voller Eindrücke: Natur, Gemeinschaft und das besondere Gefühl, gemeinsam unterwegs gewesen zu sein. Die Weser hat sich einmal mehr von ihrer besten Seite gezeigt. Das Gute ist manchmal ganz nah!
Bericht: C.Kampmann









